Intention

Meine jahrzehntelange Tätigkeit in den Bereichen Kunst, Architektur, Design und Poesie, als auch deren Reflexion und Rezeption, war die nunmehr abgeschlossene Annäherung an das für mich Wesentlichste:
Die Fähigkeit der Kunst auszuloten, Schichten des Vergangenen durchdringen zu können und dadurch freigegebenes im Jetzt erfahr- und reflektierbar zu machen.

Als Ausgangspunkt dienen mir kulturelle Referenzen, betrachtet aus einem “natur-informierten” Blickwinkel vor einem weit gespannten Bildungs- und Erfahrungshorizont unterschiedlichster Fachgebiete.

Dieser formt den Kontrapunkt zu meiner großen Liebe: Erfahrungs- und Gefühlswelten der vorindustrialisierten Weltzeit in die Gegenwart zu verrücken.

Meine durch Synthese verschiedenster künstlerischer Verfahren erschaffenen Arbeiten sind vorwiegend ephemereren Charakters und am ehesten dem Genre der Informationskunst zuzuordnen.

Poetische Sprachkonstrukte, Film, Foto und musikalische Sequenzen treffen auf oder verdichten sich zu licht- und objekthaften Wesen installativer Natur.

Diese Mischwesen besitzen die Fähigkeit, die Schnittpunkte zwischen Gedächtnis und Fantasie zu erleuchten. Auf individueller als auch auf kollektiver Ebene. Meiner künstlerischen Herangehensweise liegt die Überzeugung zugrunde, dass es nicht nur die, in der Zeitspanne des eigenen Lebens ins Gedächtnis verschobenen Erfahrungen sind, die unsere gestaltende Fantasie beflügeln, sondern auch solche, die aus fernen Zeiten, Ländern und Gemeinschaften in uns weiterleben.

“Der Geist heult aber die Wildnis überdauert” schrieb Terry Tempest Williams, die hierzulande fast unbekannte Philosophin aus Utah in den USA. So möge es ein.